Minderjährige sollten keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen. Übermäßiger Alkoholkonsum ist für Jugendliche besonders schädlich, da er Einfluss auf ihr Wachstum, ihren Ernährungsstatus und ihre Persönlichkeitsentwicklung nimmt. Es ist allgemein anerkannt, dass übermäßiger Konsum alkoholischer Getränke die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls beim Sport oder bei sonstigen Freizeitaktivitäten steigen lässt und körperliche, sexuelle wie auch kommunikative Fähigkeiten verringert. Die Folgen von Alkoholmissbrauch sind jedoch bei Jugendlichen deutlich ausgeprägter als bei anderen Altersgruppen. Dies ist nicht nur auf ihre körperliche Unreife zurückzuführen, sondern auch auf psychologische Faktoren.


Da Jugendliche noch in der körperlichen Entwicklungsphase stecken, sind negative Folgen deutlich größer als bei Erwachsenen. Ferner wurde beobachtet, dass sich eine Abhängigkeit leichter bei den Menschen entwickelt, die bereits vor dem Erwachsenenalter regelmäßig alkoholische Getränke konsumieren. Forscher haben herausgefunden: Je früher mit dem Trinken begonnen wird, desto größer ist später das Risiko, abhängig zu werden.


Darüber hinaus beeinflusst Alkohol auch die Entwicklung des jugendlichen Gehirns. Wird vor Abschluss des Reifeprozesses Alkohol (insbesondere in Form von Exzessen/ „binge drinking“) getrunken, kann sich dies später negativ auf die Hirnfunktionen auswirken.


Mentale Unreife

Zu der Tatsache, dass Jugendliche an sich bereits einem größeren Risiko ausgesetzt sind, kommt noch hinzu, dass ihre Entscheidungsfähigkeit weit weniger ausgereift ist – was an der Vielzahl von Verletzungen im Jugendalter deutlich zu erkennen ist. Das jugendliche Gehirn ist anfällig für alkoholbedingte Schäden und weniger fähig, die Signale des Körpers für das rechte Maß zu deuten.

Die hohen Erwartungen, die Jugendliche bezüglich alkoholischer Getränke zur Beseitigung von Hemmschwellen haben, können sie manchmal erheblichen Risiken aussetzen.

Überdies kann der ständige Prozess des Wandels und der Veränderung, den junge Menschen in ihrer Persönlichkeit und Physiologie durchleben, eine mentale und körperliche Abhängigkeit vom Alkohol schnell begünstigen.


Familiärer Einfluss

Jüngste Forschungen aus England lassen darauf schließen, dass Teenager, die zu Hause in ihrer Familie verantwortungsvoll an den Konsum alkoholischer Getränke herangeführt werden, weniger stark zum Rauschtrinken neigen.

Konsum alkoholischer Getränke im familiären Umfeld durch die Eltern kann auch ein Weg sein, Eltern-Kind-Gespräche zum Thema „Alkohol“ aufzunehmen. Jedoch müssen die Eltern sicherstellen, dass sie bei ihren Kindern nur ein moderates Trinkverhalten fördern. Elternfiguren sollten mit dem guten Beispiel vorangehen und Trinkgewohnheiten pflegen und fördern, die sozial akzeptabel sind.


Mindestalter für den Kauf von Alkohol

Umsetzung des Verkaufsverbots an Minderjährige
Die Gesetze der einzelnen EU-Mitgliedstaaten spiegeln regionale und kulturelle Unterschiede wider. Die gesetzlichen Auflagen für das erforderliche Mindestalter zum Erwerb von alkoholischen Getränken sind von Land zu Land unterschiedlich. Generell liegt dieses Mindestalter zwischen 16 und 21 Jahren. Da die Abgabe alkoholhaltiger Getränke und Lebensmittel an Minderjährige in allen EU-Ländern gesetzlich untersagt ist, unterstützt die Weinbranche Informationskampagnen für Konsumenten aller Altersklassen zum gesetzlichen Mindestalter für den Erwerb und Konsum von Alkohol.

Mehr Informationen zu Trinkgewohnheiten und Gesundheit in Zusammenhang mit Wein finden Sie über folgenden Link: www.wineinformationcouncil.eu

BEI FRAGEN ODER BEDENKEN BEZÜGLICH IHRER PERSÖNLICHEN TRINKGEWOHNHEITEN UND GESUNDHEIT SOLLTEN SIE IHREN ARZT KONSULTIEREN.
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