Wein: Eine Kultur des rechten Maßes

Wein ist seit Menschengedenken fester Bestandteil unseres Lebens, unserer Kultur und unserer Ernährung. Als nachhaltiges Symbol feiner Lebensart hat sich die Rolle des Weins jedoch im Laufe der Zeit gewandelt. Aus einer wichtigen Nahrungsquelle wurde in unserer Kultur ein beliebtes, durchaus mit einer gesunden Lebensführung zu vereinbarendes Genussmittel zu Mahlzeiten und bei geselligen Anlässen.


Auch die Kunst des Weinbaus und der Weinbereitung hat sich weiterentwickelt. Eines ist jedoch auf diesem langen historischen Weg unverändert geblieben und wurde nie vernachlässigt: die Assoziierung von Wein mit Gastronomie, Geschichte, Tradition, Herkunft, regionaler Produktqualität und gehobenem gesellschaftlichem Ambiente.

Die kulturelle Würdigung des Weins spiegelt die Vielseitigkeit der Weinbaugebiete, den Lebensstil und die kulinarischen Gewohnheiten der verschiedenen Regionen wider. Qualitätserzeugnisse fördern einen maßvollen Konsum, da der Charakter eines Weins und seine einzigartigen komplexen Aromen sich nur demjenigen wirklich erschließen, der ihn bewusst und maßvoll genießt.

Die Weinwirtschaft und ihre Wirtschaftsakteure leisten einen unschätzbaren ökonomischen, sozialen, landwirtschaftlichen und ökologischen Beitrag. Weinbaugebiete auf der ganzen Welt produzieren eine schier grenzenlose Vielfalt großartiger Weine. Während Wein nach wie vor ein Naturprodukt ist, sorgen innovative Technologien für eine bessere Hygiene und Kontrolle des Produktionsprozesses, was ebenfalls dazu beiträgt, Weine zu erzeugen, die dem Geschmack der heutigen Kunden entsprechen. Insgesamt ist der Weinkonsum rückläufig, weil die Verbraucher zunehmend hochwertige Weine bevorzugen, die im Rahmen einer modernen, nachhaltigen und gesunden Lebensweise in Maßen und als Genussmittel konsumiert werden.

Allerdings erleben im Gegensatz zur vorherrschenden maßvollen Weinkultur viele Länder gegenwärtig einen erschreckenden Trend hin zu Alkoholexzessen, insbesondere zum sogenannten „Komasaufen“, innerhalb gewisser sozioökonomischer und Altersgruppen – ein Negativtrend mit erheblichen gesundheitlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen. Trotz der beobachteten Unterschiede im weltweiten Alkoholkonsum zeigen entsprechende Studien doch ganz klar, dass generell ein maßvoller Konsum die Regel ist und insbesondere das hochwertige Genussmittel Wein nur von einer Minderheit im Übermaß getrunken wird.

Stellt man die potentiellen gesundheitlichen Gefahren und negativen sozioökonomischen Auswirkungen durch Alkoholmissbrauch der Tatsache gegenüber, dass ein verantwortlicher Weinkonsum mit einer gesunden Lebensweisen absolut vereinbar ist, obliegt es der heutigen Weinkultur, sich die Selbstverpflichtung aufzuerlegen, dafür Sorge zu tragen, dass ein maßvoller Genuss von Wein auch weiterhin die gesellschaftliche Norm bleibt.

„Es muss für einen verantwortungsvollen und maßvollen Weinkonsum geworben werden: Wein lässt sich nur in Maßen wirklich genießen.“


04/07/2015 |
Unesco list welcomes Champagne and Burgundy
Unesco World Heritage

The famous vineyards and cellars of Champagne and Burgundy were added to the famous Unesco World Heritage List last 4 July joining other wine regions already included on the list.

01/07/2014 |
The legacy of wine in Argentina
Establecim Antonio Tomba The production and consumption of wine in Argentina dates back to over four hundred years ago when the first specimens of Vitis vinifera were brought to the Americas by the Spanish colonizers in the early 16th century.
25/06/2014 | Kultur
Italian wine region of Piedmont is added to the UNESCO World Heritage List
The heart of Piedmont is one of the latest United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization World Heritage List sites. The recognized area, which counts around 25,000 acres, includes Barolo, Barbaresco, Nizza Monferrato and Barbera, the “infernots” of Monferrato, Canelli and Moscato d’Asti and the castle of Grinzane Cavour.
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